Psychologie

Juni 2021

Kinder wollen - über Autonomie und Verantwortung

Warum wollen wir überhaupt eigene Kinder? Dürfen wir entscheiden, welche Kinder wir bekommen und welche nicht? Ist es für Kinder irgendwann zu spät? Und welche Technologien dürfen wir nutzen auf dem Weg zum Wunschkind? Früher entschied das Schicksal, ob wir Kinder bekommen und welche Kinder wir bekommen. Heute ist es zunehmend steuerbar. Vielseitig, diskussionsfreudig und zugänglich ergründen die Philosophin Barbara Bleisch und die Rechtswissenschaftlerin Andrea Büchler, wie weit unsere Autonomie bei der Reproduktion reicht und welche Verantwortung die neu gewonnene Freiheit mit sich bringt - für zukünftige Mütter und Väter, für unsere Kinder, aber auch für uns als Gesellschaft.

Lebensphase Kindheit

Die Soziologie liebt Großes, das hat ihr Everett C. Hughes, einer ihrer bedeutenden Vertreter, schon vorgeworfen - und ganz in diesem Sinne hat sie die kleinen Menschen, die Kinder, lange Zeit kaum beachtet. Das hat sich allerdings in den letzten zwei Jahrzehnten gründlich geändert. Neue theoretische Ansätze wurden entwickelt, zahlreiche sozialwissenschaftliche Studien über Kinder, ihre Lebenslagen, ihre Sicht der Dinge, ihre Handlungsmöglichkeiten und -grenzen und über die Institutionen der Kindheit wurden durchgeführt, und schließlich wurden Kinder auch zum Gegenstand amtlicher Statistiken und der Datenkollektionen internationaler Organisationen. Eine systematische und umfassende Einführung in die aktuelle sozialwissenschaftliche Kindheitsforschung, ihre theoretischen Grundlagen und Konzepte, ihre Datenquellen und ihren empirischen Ertrag stand bisher allerdings noch aus und soll nun mit diesem Band geleistet werden.

Handbuch Kinderarmut

Kinderarmut stellt Wissenschaft und Gesellschaft vor komplexe Herausforderungen Auf das Phänomen der Kinderarmut gibt es keine einfachen Antworten - vielmehr bestehen vielfältige Theorien und Ansätze diverser Disziplinen. Dieses Handbuch leistet daher eine differenzierte Darstellung von Gesellschaftsanalysen und Präventionsvorschlägen aus den Sozial-, Politik- und Erziehungswissenschaften, der Pädagogik, Sozialen Arbeit sowie Psychologie. Die interdisziplinäre Ausrichtung lässt größere Zusammenhänge sichtbar und verständlich werden. Sie ermöglicht Lesenden, einen Überblick über ein weites Forschungsfeld zu gewinnen und sensibilisiert nachhaltig für die Problematik.

Lass sie denken, was sie wollen

Wollen Sie einfach tun, was Sie wollen, ohne sich davor zu fürchten, was andere von Ihnen denken könnten? Fällt es Ihnen schwer, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen? Werden Sie bei geselligen Zusammenkünften oder Sitzungen schnell nervös? Machen Sie sich ständig Gedanken darüber, was andere wohl über Sie denken? Damit sind Sie nicht allein! Viele Menschen haben mit einer Form sozialer Angst zu kämpfen und fürchten, sich zu blamieren oder lächerlich zu machen. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, Ihre Nerven in den Griff zu bekommen: Sie werden feststellen, dass Ablehnung gar nicht so schlimm ist, wie Sie womöglich denken. Mit erprobten Übungen, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und jahrelanger praktischer Erfahrung, sowie Erläuterungen in verständlicher Sprache und zahlreichen Beispielen lernen Sie, sich weniger daraus zu machen, was andere von Ihnen denken. Das Rezept dazu besteht vor allem darin, immer und immer wieder das zu tun, was man aus Angst vermeidet.

Dunkel Farben im Wunderwald

Die Geschichte "Dunkle Farben im Wunderwald" handelt von dem Vogel Avi und seinem besten Freund, dem Kobold Muri. Die beiden leben im Wunderwald und gehen gemeinsam in die Waldschule. Doch von einem auf den anderen Tag ist Muri irgendwie anders. Avi versteht nicht, was mit seinem Freund los ist und es kommt zu einem großen Streit zwischen den beiden. Dank ihrer Lehrerin Frau Bolle gelingt es Muri sich zu öffnen. Muri erzählt, dass er sich Sorgen um seinen Vater macht. Dem geht es nämlich sehr schlecht und Muri versteht nicht, was genau mit ihm los ist. Mit Hilfe von Frau Bolle und der Eule als Gefühlsexpertin erfahren die beiden, was eine psychische Krankheit ist und dass diese sich auf die Gefühle, Gedanken und das Verhalten von Muris Vater auswirkt. Mithilfe des Kinderbuches "Dunkle Farben im Wunderwald" soll es betroffenen Kindern leichter gemacht werden, ihre aktuelle Situation zu verstehen. Es wird ihnen vermittelt, dass sie nicht alleine sind und wie sie mit ihren Sorgen umgehen können.

Ratgeber Zwangsstörungen

Zwangsstörungen können sowohl für die betroffenen Kinder und Jugendlichen als auch für deren Bezugspersonen eine extreme Belastung darstellen, insbesondere wenn die Zwangssymptomatik täglich sehr viel Zeit einnimmt oder wenn Familienmitglieder in die Durchführung von Zwangssymptomen eingebunden sind. Der Ratgeber informiert über die Symptomatik, die Ursachen, den Verlauf und die Behandlungsmöglichkeiten von Zwangsstörungen. Eltern, Lehrer und Erzieher erhalten konkrete Ratschläge und Anleitungen zum Umgang mit der Problematik in der Familie und in der Schule. Jugendlichen werden Tipps zur Selbsthilfe gegeben.

HandlungsSpielRäume

Selbstwirksamkeit kann als Schlüsselfaktor für die Bewältigung des Übergangs in die Grundschule und für weitere Lernprozesse betrachtet werden. Es ist allerdings weitgehend unklar, inwiefern sich Kinder in der Kindertageseinrichtung und Grundschule als selbstwirksam erleben und ob und wie sie hierbei Freiräume für persönlich bedeutsame Handlungen wahrnehmen.

Mit der qualitativlängsschnittlichen Interviewstudie werden Ergebnisse zur Perspektive von befragten Vor- und Grundschulkindern auf ihre Selbstwirksamkeitserfahrungen vorgelegt, die sowohl Hinweise für die Unterstützung der Selbstwirksamkeit in der pädagogischen Praxis im Sinn eines Mastery-Klimas als auch zur Reflexion des Konzepts der generationalen Ordnung in Bildungsinstitutionen liefern.

Insbesondere Spielsituationen ohne Beteiligung von Erwachsenen und das Freispiel oder die Spielpause erweisen sich hier unabhängig von höheren oder niedrigeren Selbstwirksamkeitserwartungen als zentral für die Selbstwirksamkeit der befragten Kinder.

Familienpsychologie und systemische Familientherapie

Es gibt Familien in vielen verschiedenen Zusammensetzungen und Arten. In diesem Buch wird das Familienleben in seiner ganzen Vielfalt betrachtet. Dazu werden die Sichtweisen der Familienpsychologie und der systemischen Familientherapie kombiniert. Zunächst erfolgt eine Schilderung der Unterschiede in den Beziehungen zufriedener und unzufriedener Paare, der Konsequenzen mangelnder Partnerschaftsqualität und -stabilität sowie der unterschiedlichen Beziehungs- und Erziehungskompetenzen von Eltern. Darüber hinaus nimmt das Buch die Qualität von Beziehungen zwischen Geschwistern, Großeltern und weiteren Verwandten in den Blick.

Antisemitismus an Schulen in Deutschland

»Du Jude« ist eines der gebräuchlichsten Schimpfwörter auf deutschen Schulhöfen. Stigmatisierung, Beleidigung, Bedrohung und Gewalt gehören zum Alltag vieler jüdischer Schüler_innen in Deutschland - trotz aller gesellschaftlichen und pädagogischen Bemühungen, Antisemitismus zu bekämpfen. Julia Bernstein erschließt das Problemfeld Antisemitismus an Schulen in einer qualitativ-soziologischen Forschung und analysiert erstmalig aus den Perspektiven der betroffenen Schüler_innen und Lehrkräfte die Befunde vor historischen und theoretischen Hintergründen. Diese neue Herangehensweise macht den Band zusammen mit der Darstellung konkreter Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit Antisemitismus zu einem unverzichtbaren Begleiter für Unterrichtsgestaltung und das soziale Miteinander an Schulen und darüber hinaus.

Generation Greta

Mit der Klimabewegung fing es an, aber diese ist erst der Anfang. Die Generation Greta nimmt die Gestaltung der Zukunft selbst in die Hand. Die nach der Jahrtausendwende geborenen jungen Menschen wollen dabei keinen Generationenkonflikt, sondern gemeinsam mit der Generation ihrer Eltern dringend notwendige Veränderungen anstoßen. Was bewegt Hunderttausende Jugendlicher, auf die Straße zu gehen? Welche Werte, Ziele und Vorstellungen haben sie für ihr Leben und die Zukunft unserer Gesellschaft? Wie denkt die Generation Greta über Einwanderung, Heimat, Europa, soziale Gerechtigkeit, Bildung und Ausbildung, Partnerschaft und sexuelle Identität? Der bekannte Jugendforscher Klaus Hurrelmann und der Journalist Erik Albrecht schildern die Gedanken- und Gefühlswelt der Generation Greta anhand von Studien, Porträts und zahlreichen Gesprächen, die sie mit jungen Menschen geführt haben. Und sagen, wo wir sie unterstützen sollten, weil sonst Stillstand droht.