Deutsch

November 2019

Praxis der Lautleseverfahren

Lautleseverfahren zur Förderung der Leseflüssigkeit sind an Schulen im deutschsprachigen Raum mittlerweile weit verbreitet. Es handelt sich dabei um Übungsroutinen, die den Ausbau des Sichtwortschatzes bei Schülerinnen und Schülern insbesondere von der zweiten bis zur achten Klassenstufe wirksam unterstützen. Sie fördern das angemessen schnelle, fehlerfreie und intonierte Lesen, das seinerseits eine Voraussetzung des Lernens aus Texten ist. Im vorliegenden Band werden Varianten der Umsetzung dieser Verfahren präsentiert und eine große Bandbreite an Erfahrungen aus der schulischen Praxis geschildert. Sie reichen vom konkreten Vorgehen bei der Einbettung der Flüssigkeitsförderung in das schulweite Leseförderkonzept über verschiedene Varianten und Projektideen für den Unterricht im Fach Deutsch, im Fremdsprachenunterricht und in den Sachfächern bis hin zur Umsetzung von Übungsformen in Einzel- oder Kleingruppensettings im inklusiven Unterricht bzw. im förderpädagogischen Feld.

Poesie ist Lebenstanz

"Gedichte kann ich nicht machen, die schreiben sich von selbst." - "Doch, das ist dann schon noch mal Arbeit, Poesie daraus zu machen." - Für dieses Buch hat die Autorin andere Menschen befragt, warum sie Gedichte schreiben, wie sie das tun und welchen Nutzen sie daraus ziehen. Sie wollte wissen, worin sich Gedichte vom Verfassen eines Tagebuchs oder einer Geschichte unterscheiden. Egal, ob die Befragten zu Hause oder in der Schule, in Zeiten seelischer Belastung oder in Schreibgruppen zum Dichten finden bzw. dazu anleiten, in einem sind sich alle einig: Der Gewinn, den sie aus dieser Form des Schreibens ziehen, geht über den einfachen Blick auf innere und äußere Welten weit hinaus. Der Zauber ihrer Poesie ist auch im späteren Alltag noch lange spürbar. Wo und wie sich dieser Zauber konkret bemerkbar macht? Das erfahren Sie in einer ausführlichen Beschreibung poetischer Schreibprozesse und ihrer Ergebnisse. Zuvor erhalten Sie im ersten Teil des Buches einen Einblick in theoretische Grundlagen der Poesietherapie und des Poesiecoachings. Damit richtet sich das Buch an Schreiblehrende und -forschende, an Pädagog*innen und Sozialpädagog*innen, Therapeut*innen und Personen, die in ihrer Beratungstätigkeit das Schreiben für sich nutzen wollen; sowie grundsätzlich an alle, die an der Wirksamkeit der Poesie interessiert sind. Doch stumm bleibt die Theorie, wenn sie nicht zum Leben erweckt wird: Experimentieren Sie anhand der aufgeführten Schreibimpulse mit dem Wort und erleben Sie einige Effekte selbst! Sie werden merken: Es lohnt sich!

Ausserschulische Lernorte für den Deutschunterricht

Von A wie Altenheim bis Z wie Zoo - im Fach Deutsch sind für jede Klassenstufe zahlreiche außerschulische Lernorte möglich, die sich gewinnbringend in den Unterricht einbinden lassen. Dieser Band stellt über 40 solcher Lernorte für den Deutschunterricht vor und kommentiert sie hinsichtlich ihres fachdidaktischen Potentials. Anschaulich und ideenreich zeigen die Autoren, warum Unterricht außerhalb des Klassenzimmers auch im Fachunterricht nicht nur an etablierten Lernorten wie Bibliothek und Theater einen Mehrwert hat. Lassen Sie sich inspirieren von den vielseitigen Möglichkeiten außerschulischer Lernorte - vom Argumentieren im Rathaus-Sitzungssaal, über das Vorlesen in der Alteneinrichtung bis hin zur Durchführung von Interviews in der Fußgängerzone. Sie bekommen dabei konkrete fachdidaktische Operationen an die Hand, die vor Ort durchgeführt werden können, sowie Hinweise zu den angesteuerten Kompetenzen. Der Band richtet sich an Lehramtsstudierende, ReferendarInnen und Lehrkräfte und lässt sie die außerschulische Umgebung aus neuer Perspektive wahrnehmen und deren innovatives Potential für den Deutschunterricht entdecken.

Kinder- und Jugendliteratur

In diesem Band wird die Konzeption eines interdisziplinären Sammelbandes mit einer systematisch angelegten Überblicksdarstellung zur Kinder- und Jugendliteratur verbunden. Im Wechselspiel der Beiträge erweist sich die Legitimität und Fruchtbarkeit unterschiedlicher Ansätze und Herangehensweisen; damit sollen nicht zuletzt Impulse und Anregungen für das eigene Nachdenken über Kinder- und Jugendliteratur gegeben werden. Zugleich bietet der Aufbau des Bandes in drei größere Themenblöcke - historische, erzähl- und medientheoretische sowie pädagogische und therapeutische Perspektivierungen - einen ersten Zugang zur Kinder- und Jugendliteratur.

Mit Satzstrassen Schritt für Schritt zum Deutsch – Profi

Deutsche Grammatik? Gar nicht so einfach ... Selbst Muttersprachler kommen bei der Anwendung hin und wieder ins Grübeln. Wie mag es da erst neu zugewanderten Kindern gehen? Mit diesem Komplettpaket erarbeiten sich Schüler mit Deutsch als Zweitsprache und Muttersprachler schrittweise und differenziert alle wesentlichen Elemente der deutschen Grammatik. Zentraler Bestandteil des Buches sind Satzstraßen, über die sich sämtliche Phänomene wunderbar abbilden lassen. Das Beste daran: Dialoge festigen die gelernten Strukturen und auf jedem der stets gleich aufgebauten Arbeitsblätter werden etliche Optionen zur Wortschatzerweiterung bereitgestellt. Deutsche Grammatik? Mit Satzstraßen gar nicht so schwer...

100 x Texte und Aufgaben für den daz Unterricht

Wie weckt man die Lust an der deutschen Sprache, fördert die Lesekompetenz und das Textverstehen von DaZ-Schülern? Mit Texten, die wirklich Spaß machen! Dieser reichhaltige Materialpool erspart Ihnen langes Recherchieren im Internet, denn hier finden Sie 100 spannende Texte und die dazugehörigen Aufgaben für einen abwechslungsreichen DaZ-Unterricht. Die Schüler setzen sich mit Texten zu Themen wie "Girls' and Boys' Day", "Mobbing im Netz" oder "Fairer Handel" auseinander. Die verschiedenen Aufgabentypen, z. B. Informationen markieren oder Textlücken füllen, trainieren die Kompetenz, Texte in deutscher Sprache zu verstehen. Durch die Kennzeichnung mit den gängigen Niveaustufen können Sie die Kopiervorlagen passgenau für das jeweilige Leistungsniveau der Schüler aussuchen und so Ihrer heterogenen Lerngruppe besser gerecht werden. Um die Schülerantworten zeitsparend abzugleichen, gibt es im Anhang zudem einen Lösungsteil. 

Vom Glück der Kinder

Glück zu erleben fördert unsere kognitiven Fähigkeiten. Glücklich gestimmte Kinder lernen leichter und sind mental flexibler. Denn Glück fördert die Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin, der unsere Neugier erhöht. Glückserleben begünstigt auch zugewandtes Verhalten. Wenn die PägagogInnen in der Kita den Kindern lobend und freundlich begegneten, sind diese häufiger fröhlich, nehmen mehr Sozialkontakte auf, sind friedlicher und altruistischer.

Jugendsprache

Jugendsprache ist ein facettenreicher und spannender Gegenstand der Linguistik. Varianten der Jugendsprache in multikulturellen Gesellschaften und ihre Ausprägungen in den sozialen Medien sind aktuelle Phänomene. Die Merkmale und Funktionen der Jugendsprache - nicht nur in diesen Bereichen - sind vielfältig und in ständiger Veränderung begriffen. Ihre Analyse ist häufig Thema in universitären Seminaren. Der Band beschreibt zudem die Möglichkeiten, das Thema Jugendsprache im Unterricht einzubringen. Weitere Kapitel widmen sich der Geschichte der Jugendsprache sowie den methodischen Zugängen zu ihrer Erforschung.

Schreibkompetenzen messen, beurteilen und fördern

Schreibkompetenz, also die Kompetenz, kommunikativ angemessene Texte zu verfassen, gehört zu den Schlüsselqualifikationen unserer Gesellschaft und wird vor allem durch die schulische Bildung vermittelt. Wie Schreibkompetenzen von Schülerinnen und Schülern gemessen, beurteilt und gefördert werden können, untersuchten Stipendiatinnen und Stipendiaten der Nachwuchsakademie Sprachliche Bildung des Mercator-Instituts in vielfältigen empirischen Forschungsprojekten, deren Ergebnisse für diesen Band als Überblick über die aktuelle Forschung im Bereich des schulischen Schreibens zusammengestellt wurden. Der Fokus der Untersuchungen, die sich sowohl mit Deutsch als Erst- als auch als Zweitsprache beschäftigen, liegt dabei auf drei Bereichen: die Messung von Schreibkompetenz durch die Untersuchung von Textprodukten, die Beurteilung von Texten durch Lehrende sowie die jüngeren Entwicklungen in der Schreibdidaktik zur Förderung von Schreibkompetenz. Die neu gewonnenen Perspektiven richten sich in erster Linie an Vertreterinnen und Vertreter der Bildungswissenschaft, sollen aber ebenso auch die Arbeit (angehender) Lehrpersonen bereichern.

Schnelles lesen, langsames lesen

Was wir verlieren, wenn wir keine gedruckten Bücher mehr lesen

Bücherlesen ist kein exzentrisches Hobby. Smartphones, E-Reader, Tablets sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, und es hat keinen Sinn, sich die Zeit ohne digitale Medien zurückzuwünschen. Maryanne Wolf macht jedoch deutlich, dass wir zwar nicht der völligen digitalen Demenz anheimfallen, wenn wir vor allem über digitale Kanäle Informationen und Unterhaltung konsumieren, dass wir aber enorm viel verlieren, wenn wir daneben nicht von klein auf lernen, gedruckte Bücher zu lesen. Unser Gehirn reagiert anders, verarbeitet anders und bildet andere Strukturen aus als beim digitalen Lesen. Für unsere offene, demokratische Gesellschaft so wichtige menschliche Fähigkeiten wie das Erfassen, Analysieren, Durchdenken komplexer Zusammenhänge sowie Empathie drohen zu verkümmern. Kurz gesagt: Erst das Lesen gedruckter Bücher macht uns zu ganzen Menschen.

Attraktive Lesestoffe (nicht nur) für Jungen

Spätestens seit den PISA-Studien wissen wir, dass viele Jungen das Medium Buch 'abwählen' und in ihrer Freizeit kaum noch Printmedien lesen. Darum widmet sich der vorliegende Band der Frage, welche Bücher sich für eine gender-sensible Förderung der Lesekompetenz und Lesefreude von eher lesefernen - nicht nur männlichen - Kindern und Jugendlichen eignen. Vorgestellt werden Erzählmuster und Beispielanalysen zu populären Genres der KJL, die diese Zielgruppe besonders ansprechen, sowie Konzepte und Methoden einer zeitgemäßen Leseförderung. Das Buch richtet sich an Lehrkräfte, Buchhändlerinnen und Bibliothekarinnen, an Eltern und ehrenamtlich Tätige, an Lehramtsstudierende und Literaturwissenschaftlerinnen.

Leben schreiben

Autobiografisches Schreiben ist mehr als eine sprachliche Handlung. Aber was genau passiert, wenn wir planen, unser Leben aufzuschreiben? Auf der Basis von Leitfadeninterviews mit vier Autobiografinnen dokumentiert die vorliegende Studie den Prozess des autobiografischen Schreibens von der Idee bis zum geschriebenen Text. In der volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Erzählforschung wurden bis anhin vor allem schriftliche Zeugnisse und mündliche autobiografische Erzählungen zum Forschungsgegenstand. Eine empirische Auseinandersetzung mit dem Prozess des autobiografischen Schreibens selbst und dessen Deutung durch die Schreibenden fehlt jedoch. Im Zentrum dieses Buches steht die Analyse dessen, wie Schreibende den Weg zur Autobiografie beschreiben und deuten. Der Prozess des Erinnerns, Schreibens und (Selbst-)Deutens als Teil des Projekts Autobiografie wird als konkretes biografisches und kulturanalytisches Machen anhand einer Erzählung über das Erzählen - einer Erzählung in doppelter Performanz - untersucht. Im autobiografischen Schreiben als ästhetischer Arbeit dominiert eine Vielzahl von Praktiken, die als Handlungskonzept gegenwärtiges und zukünftiges Leben gestalten.

Warum es nicht egal ist, wie wir schreiben

Immer wieder hört man Klagen, Schüler oder Studierende könnten heute nicht mehr (recht)schreiben. Stellen können nicht besetzt werden, weil Bewerber am Deutschtest scheitern. Erhebungen weisen schlechte Rechtschreibleistungen nach. - Stimmt das so? Wenn ja, was läuft falsch in unseren Schulen, in unserer Gesellschaft, wenn das richtige Schreiben nicht mehr als Schlüsselqualifikation angesehen wird? Und wie können wir das ändern? Die Leiterin der Dudenredaktion diskutiert mit Vertretern aus Wissenschaft, Schule und Medien zum Thema "Warum es nicht egal ist, wie wir schreiben".

Eine ungemein eigensinnige Auswahl unbekannter Wortschönheiten aus dem Grimmschen Wörterbuch

Eine Blütenlese aus dem Grimmschen Wörterbuch

Im April 1838 beginnt Jacob Grimm mit der Ausarbeitung der ersten Artikel für »Das Deutsche Wörterbuch«, das größte und umfassendste Wörterbuch zur deutschen Sprache. Er wendet sich den Buchstaben A, B, C zu, Bruder Wilhelm steigt beim D in die Arbeit ein - und es beginnt ein lexikographisches Martyrium. Erst 1961 wird das Werk mit Band 32 abgeschlossen, darin zeugen ca. 320.000 Stichwörter auf 34.824 Seiten von einem geradezu unfassbaren Sprachreichtum. Das Grimmsche Wörterbuch ist die Wunderkammer und das Wortgedächtnis der Deutschen Sprache. Peter Graf hat aus diesem Füllhorn eine ungemein anregende und amüsante Auswahl uns unbekannter Wortschönheiten, anzüglicher Kuriositäten und märchenhaft-exotischer Wortkreationen getroffen. Ein herrlicher Rundgang durch das deutsche Wortmuseum, mit so schönen wie selten gebrauchten Wörtern wie Besuchameise, dritthimmelverzückt, firlefanzen, klangklingklunkern, Probegeliebte oder Verdammniswalzer.

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