Erziehungswissenschaft

März 2020

Lernprozesse über die Lebensspanne

In einem interdisziplinären Verständnis von personalen und sozialen Bildungs- und Lernprozessen über die Lebensspanne werden in kritisch-konstruktiver Sichtweise formale, non-formale und informelle Wissensbestände und Lernorte in den Blick genommen, die ungleich zugänglich bzw. mit Barrieren versehen sind. Der Band fokussiert auf individuelle, soziale und gesamtgesellschaftliche Entwicklungen, die eine Mitgestaltung im Sinne von Chancengerechtigkeit - in Bezug auf persönliche Entfaltung und gesellschaftliche Teilhabe – ermöglichen

Begabungsförderung und Professionalisierung

Das Thema Begabungsförderung hat in Wissenschaft und Gesellschaft seit einigen Jahren enorme Aufmerksamkeit erhalten und ist zu einem bedeutsamen Qualitätsmerkmal von Schulen geworden. Der Herausgeberband eröffnet durch die verschiedenen Beiträge interdisziplinäre (pädagogische) Perspektiven.

Entwicklungspädagogische Theorien, Konzepte und Methoden 2 – Jugendliche und Jugend

 Die soziale und politische Demokratie ist in Deutschland sowie anderen Ländern Mittel- und Nordeuropas in einer tiefen Krise. Die "soziale Frage" wird zunehmend von rechtspopulistischen Bewegungen und Organisationen thematisiert und politisch instrumentalisiert. Dieses Buch jugendpädagogische Buch nimmt die epochalen Herausforderungen an. Es begründetet zunächst ausführlich das Konzept der milieugerechten und habitussensiblen Pädagogik und entfaltet es dann systematisch in Bezug auf die Schule, die Identitätsentwicklung, die Möglichkeiten emanzipatorischer Sinnlichkeit und die moralischen Grundlagen demokratischer Sittlichkeit. Dabei leistet es mit dem Theorem der pädagogischen Kapitalbildung auch einen Beitrag zur empirisch gehaltvollen Analyse der Widerspruchsrelationen von Bildung und Herrschaft.

Schulische Diagnostik und Leistungsbeurteilung

Fundiert diagnostizieren und fördern Wie beurteile ich schulische Leistungen? Mit welchen Methoden werden Lernstörungen oder Verhaltensprobleme diagnostiziert? Und wie erhalte ich eine verlässliche Rückmeldung zur Qualität meines Unterrichts? Das Beurteilen und Diagnostizieren ist fester Bestandteil des schulischen Alltags und betrifft längst nicht nur die Zeit vor den Zeugnissen. Dieses Buch bietet Ihnen einen Überblick zur pädagogischen und psychologischen Diagnostik im Schulkontext. Individuelle Förderung setzt eine fundierte Diagnose voraus. Nur auf dieser Grundlage können geeignete Fördermaßnahmen ausgewählt werden. Die Autorinnen und Autoren erläutern Konzepte und Verfahren für die Diagnostik im Schulkontext - immer anwendungsorientiert und auf dem aktuellen Forschungsstand. Im Fokus stehen dabei folgende Themenfelder: Beurteilung schulischer Leistungen in unterschiedlichen Fächern, Erhebung von Lernvoraussetzungen, Diagnostik von Lern- und Verhaltensschwierigkeiten, Überprüfung des eigenen Unterrichts durch Rückmeldungen. Das Buch richtet sich an Lehramtsstudierende, Lehrkräfte und alle, die sich einen Überblick über die Erfassung und Beurteilung von Schulleistungen, schulischen Fertigkeiten, Lernvoraussetzungen, Erleben und Verhalten im schulischen Kontext verschaffen möchten.

Vignettenbasiertes Lernen in der Lehrerbildung

Der Band klärt theoretische Hintergründe, gibt methodische Anregungen und präsentiert kommentierte Praxisbeispiele zum Einsatz von Vignetten in den verschiedenen Phasen der Lehrerbildung. Für die Professionalisierung von Lehrpersonen spielt die Reflexion fachdidaktischen und pädagogischen Handelns eine zentrale Rolle. Die Arbeit mit authentischen Szenen aus dem Unterrichtsalltag, sogenannten Vignetten, gilt hierfür als besonders geeignet. Durch kommentierte Praxisbeispiele aus der Pädagogik sowie den Fächern Deutsch, Mathematik, Geschichte, Naturwissenschaften und Technik wird gezeigt, wie verschiedene Vignettenformate (z. B. Text, Comic, Video) und begleitende Arbeitsaufträge eingesetzt werden können, um professionelle Kompetenzen von Lehrpersonen zu entwickeln und zu fördern.

Lehrerprofessionalität und Schulqualität

Lehrerinnen und Lehrer spielen für das Lernen von Schülerinnen und Schülern eine zentrale Rolle und haben einen nachhaltigen Einfluss auf deren Lernentwicklung. Insofern gilt es, den 'Faktor Lehrkraft' für qualitätsvolles Unterrichten in das Zentrum der Betrachtungen zu rücken. In Band 3 zur Unterrichtsqualität wurde bereits der Frage nachgegangen, wie Lehrpersonen guten Unterricht gestalten können. In diesem Band liegt der Fokus auf der Frage, wie Lehrerinnen und Lehrer lernen und wie sie ihre Professionalität kontinuierlich (weiter-)entwickeln können. Dabei werden sowohl die strukturellen Rahmenbedingungen und sozialen Kontexte als auch die Unterstützungsmöglichkeiten für eine professionelle Berufsausübung von Lehrkräften in den Blick genommen.

Lehrerbildung im europäischen Kontext

Der vorliegende Band „Lehrerbildung im europäischen Kontext“ ist das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit von Kolleginnen und Kollegen aus Universitäten von elf Ländern des west-, zentral- und südosteuropäischen Raumes. 

 Die Autoren analysieren jeweils einen Korpus ausgewählter repräsentativer Texte aus den Anfängen der Ausbildung der Elementarschullehrer. Ihr Anliegen besteht darin, maßgebliche (sowohl übergreifende wie regional-spezifische) Faktoren im Zusammenhang mit der Entwicklung des modernen Verfassungsstaates im 18. und 19. Jahrhundert in Hinsicht auf die Professionalisierung der Lehrerschaft und die Entwicklung der Lehrerbildung aufzuzeigen. 

 Der historisch vertiefende Blick zeigt die außerordentliche Komplexität des Gegenstandes und macht deutlich, mit welchen Größen jegliche Reform auf dem Gebiet der Bildung zu rechnen hat.

Fit fürs Klassenzimmer

Im Rahmen dieser Arbeit wurde das Programm RefueL zur Förderung der Resilienz von Lehramtsstudierenden im Vorfeld des Praxissemesters entwickelt und positiv evaluiert. Mit dem Programm wurde die fachliche und didaktische Berufsvorbereitung angehender Lehrkräfte während ihres Studiums um ein Angebot zur Ausbildung der psychischen und sozialen Widerstandsfähigkeit ergänzt. 

 Das erarbeitete Programm besteht aus fünf Modulen zu den Themen Resilienz im Lehrkontext, soziale Beziehungen gestalten, Wohlbefinden, Ziele setzen und Probleme lösen sowie Emotionen regulieren. 

 Diese Module enthalten vielfältige praktische Übungen zur Resilienzförderung und werden im face-to-face-Setting realisiert. Für die Evaluation wurde ein längsschnittliches ontrollgruppen-Design gewählt. Es wurden u.a. hierarchische Regressionen gerechnet. Das Programm erwies sich auf vier verschiedenen Evaluationslevels als wirksam. Maßgeblich zeigte sich, dass Teilnehmende nach dem Praxissemester unter Kontrolle der Ausgangswerte eine geringere Burnout-Symptomatik, mehr positiven Affekt und eine höhere lehrbezogene Selbstwirksamkeitserwartung aufwiesen als Studierende der Kontrollgruppe. 

 Die Studienergebnisse sprechen dafür, Resilienzförderungsprogramme an Universitäten mit Praxissemester im Curriculum zu verankern und so zur Professionalisierung angehender Lehrkräfte beizutragen.

Berufliche Integration durch Sprache

Der hohen Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften stehen oftmals die komplexen fach- und berufssprachlichen Anforderungen an potenzielle Bewerber/-innen gegenüber. Der Band zeigt den Bedarf an sprachsensiblem (Fach-)Unterricht und an Sprachvermittlung in den Ausbildungsbetrieben und in weiteren berufssprachlichen Ausbildungsangeboten auf. Anhand von Beispielen wird erläutert, wie unter anderem zielgruppensensible Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte, Ausbilder/-innen und Ehrenamtliche entwickelt und Lerninhalte adäquat mediendidaktisch und sprachpädagogisch aufbereitet werden.

Rassismus an Hochschulen

Rassistische Diskriminierungen im Alltag, in Organisationen und durch politische Strukturen haben eine lange Geschichte in Deutschland und wirken bis in die Gegenwart. Die bereits seit Jahrzehnten bestehende Forderung, sich damit auseinanderzusetzen, hat erst in jüngerer Zeit mehr Aufmerksamkeit erfahren und adressiert ebenso den Hochschul- und Wissenschaftskontext. Der Band befasst sich mit rassistischen Strukturen, Wissensproduktionen und Diskriminierungserfahrungen in Wissenschaft und Hochschule.

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