Erziehungswissenschaften

November 2022

Zugänge zu Kritischer Pädagogik: ein ganz schön anderer Sammelband aus studentischen Blickwinkeln

Dieses Buch, so wie es vor Dir liegt, ist möglicherweise ein wildes Sammelsurium diverser Ansätze, Ideen und Umrisse davon, was wir Studierende von der Kritisch-Materialistischen Pädagogik mitgenommen haben: Wir haben wissenschaftlich pointierte Aufsätze zu ausgewählten Themen und Fragestellungen gesammelt, aber auch Gedichte, Geschichten, Liedtexte, Zeichnungen und Bilder. Es sind die Beiträge aus unserer studentischen Ringvorlesung Darmstädter Pädagogik lebt!, sowie inhaltlich Verwandtes von Kommiliton*innen aus ihren persönlichen Kontexten, Seminararbeiten, Prüfungen und Abschlussarbeiten. Lass' Dich überraschen!

Corona bewegt - auch die Bildungswissenschaft: Bildungswissenschaftliche Reflexionen aus Anlass einer Pandemie

Der vorliegende Band nimmt seinen Ausgangspunkt in der krisenhaften Situation um Covid-19. Er hat den Anspruch, mittels wissenschaftlicher Praktiken der Verunsicherung bzw. dem Bruch mit den bisher als "Normalität" aufgefassten Verhältnissen etwas entgegen zu setzen.
Involviert in bildungswissenschaftliche Forschung und Lehre, die sich angesichts der Pandemie in vielfältiger Weise neu verorten und gestalten, wenden sich die Autor*innen grundlegenden bildungswissenschaftlichen Verhältnisbestimmungen in ihren ideellen, kategorialen, sozialen und materiellen Neuverortungen zu.
Dabei kommen auch Themen in den Blick, die in bildungswissenschaftlichen Arbeiten bisher eher randständig waren, sich aber als künftige Forschungsthemen zeigen, beispielsweise die Technisierung des Umgangs miteinander.

Staatliche Infrastruktur-Verantwortung für das Lehrpersonal freier Schulen: Rechtsgutachten im Auftrag des Verbandes Deutscher Privatschulverbände e.V. Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft

Zunehmender Lehrermangel stellt das Schulsystem vor grosse Herausforderungen. Hierbei stehen Privatschulen mit staatlichen Schulen in einem Wettbewerbsverhältnis, in welchem jene schon aufgrund des staatlichen Ausbildungsmonopols für Lehrkräfte undfehlenden Möglichkeit zur Verbeamtung benachteiligt sind. Udo Di Fabio nimmt in seinem Gutachten die ungleichen Bedingungen beider Schulformen in den Blick und sieht die zuständigen Länder rechtlich in der Pflicht, die offensichtlichen Wettbewerbsnachteile von Privatschulen auszugleichen.

Schule und Schulpolitik während der Corona-Pandemie: Nichts gelernt?

Das Buch schliesst an das im Juni 2020 erschienene 16. Beiheft „Langsam vermisse ich die Schule …“ – Schule während und nach der Corona-Pandemie sowie das im Januar 2021 erschienene 17. Beiheft Schule während der Corona-Pandemie – Neue Ergebnisse und Überblick über ein dynamisches Forschungsfeld an. Den Schwerpunkt des Beihefts bilden Beiträge zu den Auswirkungen des eingeschränkten Schulbetriebes im zweiten Schulhalbjahr 2019/20: Auf zwei Übersichtsbeiträge, die nationale und internationale Befunde zu Lernrückständen von Schüler*innen und deren Zusammenhang mit sozioökonomischen Hintergrundmerkmalen zusammentragen, folgen zwei empirische Beiträge, in denen Ergebnisse aus Längsschnittstudien präsentiert werden. Der zweite Teil des Beihefts blickt über den unmittelbaren Horizont der Pandemie hinaus und gibt Anregungen für Schulpolitik und Schulforschung: Ein Beitrag diskutiert mögliche Massnahmen zur mittel- und langfristigen Schliessung pandemiebedingter Lernlücken, der andere skizziert Themen, denen sich die Schulforschung in Zukunft verstärkt widmen sollte.

"Was brauchen Kinder?" Anschlussfähigkeit im Übergang von der Kita in die Grundschule: Perspektiven von Fach- und Lehrkräften in kooperativen Settings

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, relevante Facetten in der Diskussion um Anschlussfähigkeit zwischen Kita und Grundschule zu beleuchten. Dabei stehen Kinder in Übergangsprozessen zwischen beiden unterschiedlichen Lehr-Lernkulturen des Elementar- und Primarbereichs im Fokus: "Was brauchen Kinder?" stellt in diesem Sinne eine grundlegende pädagogische Fragestellung und den Ausgangspunkt von Gruppendiskussionen zwischen Fach- und Lehrkräften dar. Die Auseinandersetzung über das Bild vom Kind, individuelle sowie gemeinsam-reflektierte Bildungsverständnisse und Bedürfnisse von Kindern gelten für eine gelingende Kooperation und damit für die Entwicklung von Anschlussfähigkeit als grundsätzlich und notwendig.
Die zentralen Befunde der qualitativ angelegten Studie deuten darauf hin, dass unterstützende Bedingungen für Kinder (Schutzfaktoren) und ihre individuellen Transitionsprozessen betont werden, aus denen Handlungsfelder und Kooperationsgelegenheiten abgeleitet werden. Sie schliessen im Sinne eines umfassenden Transitionsverständnisses alle Akteur*innen im Übergangsprozess ein: Kinder, Eltern, Fach- und Lehrkräfte.

Klassifikation von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen: und Zusammenhänge mit erinnertem elterlichen Erziehungsverhalten

Die Arbeit berichtet und diskutiert die Ergebnisse einer umfangreichen empirischen Untersuchung zur Klassifikation von Schülerinnen und Schülern der Schule für Erziehungshilfe, Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung, aus acht deutschen Bundesländern und über Zusammenhänge zwischen den gewonnenen Gruppen und dem erinnerten Erziehungsverhalten ihrer Eltern. Sie greift damit ein Thema auf, zu dem in dieser Weise bislang keine Untersuchungsergebnisse vorliegen und trägt insofern bedeutsame Aspekte für die Diagnostik und die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensauffälligkeiten und zum Diskurs in der Fachdisziplin insgesamt bei.

Modellierung schulischer Notenbildung: von der bewerteten Einzelleistung zur Gesamtbeurteilung

Von benoteten Einzelleistungen bis zur Gesamtbeurteilung schulischer Leistungen sind i.d.R. mehrere Integrationsschritte zu durchlaufen. In diesem Buch werden zugrundeliegende kategoriale Strukturen und die gestuften Bewertungsprozesse der Leistungsbewertung analysiert und zu einem Gesamtmodell der Notenintegration entwickelt. Behandelt werden auch Fragen der Bewertung von Kategorien mit Wahl- und Wahlpflichtleistungen sowie mit taxonomisch geordneten Leistungen. Zahlreiche Beispiele und Beispielrechnungen verdeutlichen und veranschaulichen die formale Darstellung für die Anwendung in der schulischen Benotungspraxis.

Forschungsethik in der Kindheitsforschung

Sozialwissenschaftliche Kindheitsforschung hat es mit einer besonders vulnerablen Gruppe zu tun: mit Kindern. Das verlangt Sensibilität für forschungsethische Probleme. Der Band stellt einen konzertierten Versuch dar, systematisch und umfassend auf forschungsethische Probleme in der Forschungspraxis der Kindheitsforschung aufmerksam zu machen und konzentriert sich auf die forschungsethischen Anforderungen der partizipativen Forschung mit Kindern sowie auf die forschungsethischen Implikationen und Strategien, mit denen auf generationale Differenzen und Vulnerabilitäten reagiert werden kann.

Transitionen: Übergänge in der Frühförderung gestalten

Übergänge verbinden Neues mit Altem. Sie sind durch Bewegung bestimmt und bringen Herausforderungen sowie Chancen mit sich. In Transitionsprozessen kann Stress entstehen, aber auch Neues gestaltet werden.
Die Frühförderung ist in vielfältiger Weise mit Transitionen konfrontiert. Sie begleitet Kinder, die während ihrer Entwicklung Übergängen ausgesetzt sind, bei der Eingewöhnungsphase in der Kita, beim Schulbeginn oder durch andere lebensweltliche Veränderungen. Auch der Wechsel zwischen verschiedenen Entwicklungsphasen bedeutet einen Übergang und somit Herausforderung. All diese Transitionen können für Kinder und die Menschen in ihren Lebenswelten positiv assoziiert sein, aber ebenso mit belastenden oder ängstigenden Situationen verbunden sein. Sie erfordern deshalb sensible Beachtung und Aufmerksamkeit.

In diesem Band werden Übergangsprozesse im Kontext der Frühförderung thematisiert. Theoretische und praxisnahe Beiträge reflektieren Übergangssituationen in der Frühförderung aus unterschiedlichen Perspektiven. Anforderungen an die Gestaltung von Transitionsprozessen werden beschrieben und Möglichkeiten, diese zu gewinnbringenden Erfahrungen zu machen, aufgezeigt.

Wege der Kooperation im Kontext inklusiver Bildung

Zur Bewältigung zunehmender schulischer Inklusionsprozesse gilt (multi-)professionelle Kooperation in inklusiven Schulen als ein zentraler Faktor. Die aktuelle Studienlage zeigt, dass die schulische Kooperation weiterhin auszubauen und zu personalisieren ist. Dieser Sammelband greift aktuelle Fragen hinsichtlich der multiprofessionellen Kooperation sowie der Professionalisierung für Kooperation im Kontext inklusiver Bildung auf. Es werden theoretische Konzepte, empirische Befunde, Praxiseinblicke sowie Professionalisierungsmöglichkeiten für schulische Akteur:innen präsentiert.

Einführung in die Erziehungs- und Bildungsphilosophie

Rita Casale führt in die philosophischen Grundlagen der Pädagogik ein: BA-Studierende erlernen hier, pädagogische Grundphänomene philosophisch zu denken und damit die Fähigkeit, alltägliche und historische Phänomene kategorial zu erschliessen. Die Leserinnen und Leser erhalten so einen wichtigen Grundbaustein für die Entwicklung einer eigenen Urteilsfähigkeit im pädagogischen Bereich.

ESE Emotionale und Soziale Entwicklung in der Pädagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensstörungen: Heft 4 - Soziales Lernen und Bildung

Die wissenschaftliche Jahreszeitschrift ESE will Inhalte und aktuelle Entwicklungen des Faches Emotionale und Soziale Entwicklung (ESE) in der Pädagogik der Erziehungshilfe und bei Verhaltensstörungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Aufgrund der hohen gesellschaftlichen Relevanz ihrer Themen dient sie dem kritischen fachlichen Austausch, der Dokumentation der Jahrestagungen und als Informationsplattform der (Bildungs)Politik. Soziales Lernen und Bildung
Die vierte Ausgabe der ESE erscheint in politisch und gesellschaftlich unsicheren Zeiten. Während etwa das Coronavirus nach wie vor den Alltag beeinträchtigt, wird gleichzeitig ein Angriffskrieg in Europa geführt, regionale Klimakatastrophen und Verteilungskämpfe drohen an vielen Orten. Die aktuelle Lage der Polykrisen wirkt insbesondere in die Bildungslandschaft und speziell auf das Fach, das diese Zeitschrift repräsentiert, ein. Bei vielen Kindern und Jugendlichen trifft dies auf eine Situation, die oftmals davor schon im Ausnahmezustand war. Die Notwendigkeit und Herausforderung, auch für das Erleben der Kinder und Jugendlichen zu sensibilisieren und Möglichkeiten der Unterstützung zu intensivieren, sind deswegen evident. Die ESE IV greift diese Überlegungen zur Verankerung sozialen Lernens auf und umfasst Beiträge, die die psychosozialen Belastungen von Kindern und Jugendlichen aufzeigen und die akuten Handlungsnotwendigkeiten eindeutig benennen. Die Beiträge sensibilisieren für aktuelle Problemlagen und werfen dabei gleichzeitig gesellschaftskritische Fragen zum Thema soziales Lernen, Bildung und zum Bildungsverständnis auf.