Erziehungswissenschaften

Juni 2021

Schulvermeidung

Wenn es Kindern und Jugendlichen nicht gelingt, regelmäßig die Schule zu besuchen, ist dies ein ernsthaftes Problem, das mit einer deutlichen Entwicklungsgefährdung der Betroffenen einhergeht. Schulvermeidung ist häufig mit emotionalen Störungen und auch expansiven Störungen assoziiert. Gerade bei ausgeprägten Fehlzeiten ist das Chronifizierungsrisiko hoch und daher sind zeitnahe Interventionen notwendig. Der Band gibt einen umfassenden Überblick über den Forschungsstand zu Schulvermeidung. Anhand von Leitlinien zur Diagnostik wird das Vorgehen zur Erhebung störungsrelevanter Informationen mit allen Beteiligten praxisnah beschrieben. Weiterhin werden Leitlinien zu verschiedenen Behandlungsindikationen wie ambulanter, teil- oder vollstationärer Therapie dargestellt. Die Behandlungsleitlinien informieren über das therapeutische Vorgehen bei Schulvermeidung und assoziierten psychischen Symptomen. Materialien für die Praxis erleichtern die Umsetzung der Leitlinien. Ein ausführliches Fallbeispiel veranschaulicht das Vorgehen.

Mit allem rechnen

Improvisation wird im Bildungsbereich oft mit Fehlplanung und mangelnder Unterrichtsvorbereitung gleichgesetzt. Das wird den vielseitigen Facetten und Interpretationsmöglichkeiten von Improvisation aber nicht gerecht. Improvisation wirkt der scheinbaren Planbarkeit oder Vollständigkeit des zu Lernenden entgegen, schafft Räume für spontane Entwicklungen, Irrtümer, Korrekturen und Kreativität. Wie diese Aspekte in die Hochschullehre und Erwachsenenbildung integriert werden können, wird im vorliegenden Band skizziert.

Handbuch Kinder in den ersten drei Jahren

Damit sich Kinder in den ersten Lebensjahren optimal entwickeln, brauchen sie eine hohe Betreuungsqualität und vertrauensvolle Beziehungen. Pädagogische Fachkräfte finden in diesem umfangreichen Werk fundierte Informationen und praxisnahe Unterstützung. Die Autorinnen fassen das aktuelle pädagogische und entwicklungspsychologische Fachwissen in diesem Bereich zusammen und benennen notwendige Voraussetzungen, ohne die es keine gute Qualität in der Betreuung geben kann.

Handlungskompetenzen prüfen

Wie beurteilen Sie die Leistungen der Lernenden sinnvoll? Wie gestalten Sie handlungskompetenzorientierte Prüfungen und Tests? Wie Handlungskompetenzen entwickelt und erfasst werden können, ist in der Berufsbildung ein aktuelles und bestimmendes Thema. Lernende sollen handlungsfähig werden und nicht nur über vertieftes theoretisches Wissen verfügen. Entsprechend sind angemessene Prüfungs- und Qualifikationsverfahren mit einer klaren Praxisorientierung gefragt. Das Buch richtet sich an Lehrpersonen, Prüferinnen und Prüfungsautoren in der Berufsbildung. Es dient als Grundlage, um Prüfungsverfahren zu entwickeln und Handlungskompetenzen zu prüfen und zu bewerten.

Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Schulleistungserhebungen

Dieser Band bringt Beiträge zusammen, die sich aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven mit der Einbeziehung von Schüler*innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Schulleistungserhebungen beschäftigen. Hierbei werden insbesondere Spannungsverhältnisse zwischen standardisierten Erhebungsverfahren und individualisierten Herangehensweisen reflektiert und Empfehlungen zur Qualitätssicherung in zukünftigen Studien abgeleitet.

ADHS in der Familie

Wird bei einem Kind die Diagnose ADHS gestellt, sind die Eltern zumindest anfangs oft erleichtert. Sie haben nun die Gewissheit, dass die "Andersartigkeit" ihres Kindes einen Namen hat. Doch wie geht es danach weiter? Die erfahrene Psychotherapeutin Ruth Huggenberger liefert konkrete Anregungen und Ratschläge, die Eltern von ADHS-betroffenen Kindern helfen, anhand von adäquaten Strategien das gesamte Familiensystem zu entlasten. ADHS betrifft oftmals die gesamte Familie - immer häufiger wird die Störung auch bei Erwachsenen festgestellt. Auch Eltern können unter einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung leiden. Sie finden in diesem Buch wertvolle Hinweise, wie auch ihre Ressourcen gestärkt und wie sie mit den Symptomen im Alltag zurechtkommen. Die Autorin zeigt, wie sich die Störung vom Vorschulalter bis ins Erwachsenenalter auswirken kann und gibt praktische Tipps, welche Strategien in der Erziehung und im Alltag erfolgreich sein können. Ihr Ziel ist unter anderem, dass der familiäre Alltag nicht mehr durch die defizitorientierten Symptome der ADHS-Betroffenen dominiert wird, sondern auch die erfreulichen Eigenschaften und Charakterzüge von Betroffenen wie Humor, Begeisterungsfähigkeit, Kreativität, ausgeprägter Gerechtigkeitssinn und Hilfsbereitschaft sich entfalten können. Wenn Eltern ihr Kind nach der Lektüre dieses Buches besser verstehen können und auch Verständnis für die eigenen Reaktionen aufbringen können, ist ein wesentlicher Schritt zu einem entspannten Familienleben getan!

Praxistransfer Schul- und Unterrichtsentwicklung

Der Wissenstransfer zwischen der Bildungsforschung und der Praxis stellt große Herausforderungen an die beteiligten Akteurinnen und Akteure. Es gilt dabei Wege zu finden, die unterschiedlichen Handlungslogiken und Erfordernisse, aber auch z.B. sprachliche Barrieren zwischen diesen Feldern zu überwinden und einen echten Dialog zu initiieren. Das Netzwerk "Empiriegestützte Schulentwicklung" (EMSE) befasste sich auf seiner Tagung im Juni 2016 in Salzburg aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Themenkomplex "Transfer - Praxis/Wissenschaft - Wissenschaft/Praxis". Ausgehend von dieser Tagung spannen die Beiträge in diesem Band ein breites Spektrum von konzeptionellen Beiträgen bis zu Erfahrungsberichten auf und spiegeln so die Vielfalt der Zugänge im EMSE-Netzwerk wider.

Notsignale aus dem Klassenzimmer

Studien belegen: 20% der Kinder und Jugendlichen zeigen soziale, psychische oder körperliche Auffälligkeiten. Lehrkräfte und im sozialen Feld Tätige fühlen sich dafür oft unzureichend ausgebildet. In diesem Handbuch fassen Fachleute aus Medizin, Psychologie und Pädagogik häufige Krankheitsbilder zusammen und bieten Lösungswege an, die für alle Betroffenen die Situation verbessern können.

Inklusion von Lehrkräften nach der Flucht

Der vorliegende Band widmet sich dem beruflichen Wiedereinstieg von Lehrkräften mit Fluchthintergrund in den Schuldienst. Das Buch stellt den Zertifikatskurs „Bildungswissenschaftliche Grundlagen für Lehrkräfte mit Fluchthintergrund“ an der Universität Wien und Forschungsergebnisse dazu eingehend dar. Weiterhin reflektieren die Lehrenden und die Teilnehmenden ihre Erfahrungen mit dieser Massnahme. Herausforderungen und Synergien im Zusammenhang mit der Implementierung eines solchen Kurses werden ebenso diskutiert wie internationale Perspektiven auf die Requalifizierung geflüchteter Lehrkräfte.

Gesundheit und Gesundheitsförderung im Lehrberuf

Die Gesundheitssituation im Schuldienst ist prekärer als in vielen anderen akademischen Tätigkeitsfeldern. Beschäftigte leiden hier überproportional häufig unter Erschöpfungssymptomen, Unzufriedenheit mit der Berufswahl und Überforderungsgefühlen. Das wirkt sich zum einen ganz unmittelbar auf die Lebensqualität der Betroffenen aus. Zum anderen haben Einschränkungen im Wohlbefinden Lehrender durchaus Konsequenzen für Lernende. Guter Unterricht ist auf Dauer nur mit gesunden Lehrerinnen und Lehrern zu bewerkstelligen. Das Buch zeichnet ein differenziertes Bild der Belastungssituation im Schuldienst und liefert praxistaugliche Vorschläge zur Verbesserung des Arbeitsalltags, ergänzt um Konzepte der Stressbewältigung und Präventionsprogramme zur Gesundheitsförderung im Lehrberuf.

Umgang mit Heterogenität

Männliche Fachkräfte in Kitas - noch immer eine Seltenheit. Dennoch wurden erste nennenswerte Veränderungen bezüglich der Geschlechterverteilung in Kindertagesstätten durch politische Bemühungen und Strategien, mehr Männer für die Arbeitsfelder Krippe und Kitas zu gewinnen, erzielt. Die Studie rekonstruiert anhand von Gruppendiskussionen mit Teams in Kindertagesstätten, welche Bedeutung Geschlecht im pädagogischen Arbeitsalltag hat. Erkennbar ist eine feldspezifische Neuordnung von Profession und Geschlecht.

Auf die Lernbegleitung kommt es an

Innerhalb und außerhalb Deutschlands wurden in den vergangenen Jahren Praxisphasen in der Lehrerbildung ausgebaut. Die Autorinnen und Autoren im vorliegenden Band stellen zehn kontextgebundene Lernbegleitungskonzepte und deren empirische Überprüfung vor.