Erziehungswissenschaften

September 2020

Individualisierte Übergänge

Der vorliegende Band widmet sich der Frage, wie Auf-, Ab- und Umstiege im Bildungssystem organisiert sind, in verschiedenen Entwicklungsphasen und Sozialisationsräumen zustande kommen und von den Akteuren gedeutet werden. Diese Bildungsverläufe sind erst ansatzweise erforscht und diskutiert worden. In der Schul- und Bildungsforschung orientiert man sich nach wie vor stark an Normal(bildungs)laufbahnen und fokussiert die institutionell normierten Übergänge, um Bildungsbeteiligung, Bildungserfolg und soziale Bildungsungleichheiten zu untersuchen. Die Beiträge dieses Buches stellen demgegenüber unterschiedliche Theoriepositionen und aktuelle Ergebnisse zu den Dynamiken und Prozessen der Aneignung und Bewältigung individualisierter Übergänge dar. In diesem Zusammenhang werden Herausforderungen für die Bildungsforschung und Fragen zur pädagogischen Gestaltung dieser Übergangsformen formuliert.

Lehren und Lernen mit digitalen Medien und Technologien

Die Digitalisierung stellt die Bildungspraxis vor große Herausforderungen: Digitale Medien und Technologien stellen zum einen Erkenntnisgegenstände dar, die uns alle beschäftigen. Zum anderen revolutionieren digitale Technologien das Lehren und Lernen nicht nur in Schulen, Universitäten und Unternehmen, sondern auch in informellen Kontexten. Das Lehrbuch präsentiert didaktische Konzepte für die Organisation der Lehre in Schulen, Betrieben, Hochschulen und Bildungsstätten. Die didaktischen Konzepte integrieren die produktive und rezeptive Nutzung digitaler Medien und Technologien in Designprojekte.

Strukturen der Erziehungswissenschaft – Erziehungswissenschaftliche Strukturen

Was will, ist und kann Erziehungswissenschaft? Mit der Transformation der universitären Studiengänge im Rahmen des Bologna-Prozesses und den disziplinären wie praxeologischen Herausforderungen des 'PISA-Schocks' wurde eine Erziehungswissenschaft konfrontiert, in der das "Problem von Prozessen der Pluralisierung und Differenzierung im Bereich der pädagogischen Professionen, im Bereich der Erziehungswissenschaft und im Bereich der Denkmittel des Grundlegungsdiskurses selbst, verbunden mit der Sorge um den Verlust der identitätsstiftenden Gemeinsamkeiten (in allen genannten Bereichen)" (Vogel 1998, S . 158) zum identitätsstiftenden Moment der Disziplin selbst geronnen zu sein scheint. Die Autor innen des Bandes sortieren die Formen, Strukturen und Ordnungen pädagogischen und erziehungswissenschaftlichen Wissens in ihrem Gesamtzusammenhang und diskutieren das gesellschaftliche und bildungspolitische Mandat der Erziehungswissenschaft vor dem Hintergrund einer offenbar anhaltend verunsicherten Disziplin.

Forschendes Lernen in der Lehrer/innenbildung

Das Thema Begabungsförderung hat in Wissenschaft und Gesellschaft seit einigen Jahren enorme Aufmerksamkeit erhalten und ist zu einem bedeutsamen Qualitätsmerkmal von Schulen geworden. Der Herausgeberband eröffnet durch die verschiedenen Beiträge interdisziplinäre (pädagogische) Perspektiven.

Pädagogische Qualität in der Kunstvermittlung

Das Konzept des Forschenden Lernens steht seit einigen Jahren im Fokus der Lehrer/innenbildung und ist zum - wenn auch nicht unumstrittenen - Gegenstand hochschuldidaktischer Diskurse geworden.
Welche Implikationen hat die Förderung einer forschend-reflexiven Grundhaltung für die Gestaltung von Lehr-Lernprozessen an Hochschulen? Welche Unterschiede - aber auch Gemeinsamkeiten - weisen die verschiedenen Fachdisziplinen in Bezug auf das Lehrkonzept auf?
Der Band richtet sich an Forscher/innen ebenso wie an Praktiker/innen in der Lehrer/innenfort- und -ausbildung sowie nicht zuletzt an Studierende aller pädagogischen Studiengänge. Er versammelt Beiträge, die aus empirischen und konzeptionellen Perspektiven unterschiedliche Arrangements in den Blick nehmen und das hochschuldidaktische Konzept so selbst zum Gegenstand von Forschung machen.

Digitales Lernen in der Grundschule II

Digitale Medien sind in der Diskussion um "guten" Unterricht präsenter denn je. Forscher*innen und Praktiker*innen diskutieren das Für und Wider der Einbindung beispielsweise von interaktiven Whiteboards, Smartphones oder digitalen Lernspielen in den Unterricht. Gerade im Elementar- und Primarbereich fragen sich viele Pädagog*innen, wie sie digitale Medien kompetenzfördernd einSetzen können, um kognitiv anregende Lernangebote zu eröffnen. 2019 fand an der TU Chemnitz das 2. interdisziplinäre fachdidaktische Symposium "Lernen digital" statt, um erneut zu einer fachübergreifenden Diskussion zum Einsatz digitaler Medien in Kita und Grundschule einzuladen. Dieser Sammelband umfasst Beiträge des Symposiums und bietet so einen Überblick über aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Unterrichtspraxis zahlreicher Fachdidaktiken zum digitalen Lernen. Das Buch wendet sich an Forscher*innen und Praktiker*innen in der Aus- und Weiterbildung sowie an Lehrkräfte in Schulen, um den Diskurs zwischen Theorie und Praxis anzuregen.

Interkulturelle Kompetenz

Der Begriff "interkulturelle Kompetenz" entstand Anfang der 1990er Jahre im Zusammenhang mit der Frage, wie die Herausforderungen von Globalisierung und Multikulturalisierung der Gesellschaft auf der individuellen Handlungsebene bewältigt werden können. Heute ist der Begriff "interkulturelle Kompetenz" alltäglich geworden; erfolgreich und angemessen mit Menschen umgehen zu können, die kulturell unterunterschiedlich orientiert sind, ist in allen Bereichen des privaten, öffentlichen und beruflichen Lebens eine nachgefragte Fähigkeit. In den Wissenschaften ist "interkulturelle Kompetenz" dagegen ein umstrittenes Konstrukt. Die Diskrepanz zwischen praktischer Relevanz und theoretischer Fragwürdigkeit des Konzepts Interkulturelle Kompetenz stellt den Ausgangspunkt dieses Bandes dar. Die Autorinnen und Autoren Setzen sich aus unterschiedlichen (Fach-)Perspektiven mit den strittigen Diskursen, Theorien und Modellen auseinander: Es geht um eine grundlegende Reflexion des Konstrukts Interkulturelle Kompetenz und wie dieses im Theorie- und Praxisfeld Interkulturelle Kommunikation verhandelt wird. Die Spannbreite der Texte reicht von der kritischen AuseinanderSetzung mit Tendenzen und Entwicklungslinien des wissenschaftlichen Feldes Interkulturelle Kommunikation und des Umgangs mit den Begriffen Kultur, Interkulturalität und interkulturelle Kompetenz bis hin zu Fragen der Methodologie und Theoriebildung in spezifischen interkulturellen Handlungsszenarien. Das Anliegen dieses Bandes besteht darin, die aktuellen Debatten, Theoriebildungen und Praxisansätze, die sich mit dem Konzept Interkulturelle Kompetenz beschäftigen, in einen Zusammenhang zu bringen und kritisch zu kommentieren.

Neue Impulse in der Naturwissenschaftsdidaktik

Forschung und Bildungspolitik haben in den vergangenen Jahren viel zu Veränderungen hinsichtlich der Planung, Gestaltung und Evaluation von Unterricht beigetragen. Gerade im Bereich der Fachdidaktiken der Naturwissenschaften und der Mediendidaktik fanden und finden intensive Bemühungen unter anderem zur Optimierung von Lehr-Lern-Prozessen statt. Ziel dieses Bandes ist es, einen Überblick über verschiedenste Entwicklungen in einzelnen naturwissenschaftlichen Disziplinen, aber auch disziplinenübergreifend zu geben. Dabei ist insbesondere der Transfer dieser Bemühungen in den schulischen Alltag ein wesentliches Anliegen dieses Werks. Es soll ein Beitrag dazu geleistet werden, neue Impulse für die Schule und die Forschung in unterschiedlichen Bereichen zu geben. Dies betrifft in diesem Band vorrangig die Disziplinen der Biologie, Geometrie und Mathematik (mit Schnittpunkten zur Informatik), Physik, Chemie und die Mediendidaktik.

Handbuch interkulturelle Didaktik

Nur durch interkulturelles und globales Lernen ist es möglich, Kindern und Jugendlichen interkulturelle Kompetenz zu vermitteln und sie damit auf ein Leben in einer multikulturellen Gesellschaft auf globaler und lokaler Ebene vorzubereiten. Ziel des Handbuchs ist es, die theoretischen Hintergründe des interkulturellen und globalen Lernens sowie die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Obwohl der Schwerpunkt des Handbuchs auf der Schule liegt, lassen sich die vorgestellten Methoden und Materialien in angepasster Form auch in der Erwachsenenbildung einsetzen.

Jugend im Blick der erziehungswissenschaftlichen Forschung – Perspektiven, Lebenswelten und soziale Probleme

Der Band widmet sich der erziehungswissenschaftlichen Jugendforschung, die mittlerweile als eines der zentralen Forschungsfelder innerhalb der Erziehungswissenschaft gilt. Die beteiligten Autor innen liefern einen differenzierten Überblick über die historischen und aktuellen Perspektiven der erziehungswissenschaftlichen Jugendforschung sowie deren aktuellen Befunde zu Lebenswelten und sozialen Problemen von Jugendlichen im 21. Jahrhundert.

Spiel in Kindheit und Jugend

Lernen im Spiel

Was Kinder und Jugendliche im Spiel lernen, lernen sie leichter. Aber erst auf dem Boden tragender Beziehungen zu Erwachsenen und Gleichaltrigen ist Lernen im Spiel ertragreich. In diesem Studienbuch werden die wichtigsten Forschungsbefunde für das Lernen im Spiel beschrieben: Vom frühen Eltern-Kind-Spiel über Rollen- und Sportspiele bis hin zu den Shotter-Games und anderen digitalen Spielen.

Erziehungswissenschaftliche Jugendforschung

Der Band geht der Frage nach, welche aktuelle Bedeutung die Jugendforschung in der Erziehungswissenschaft hat. In den Beiträgen wird diskutiert, wie das Gegenstandsfeld Jugend in der Erziehungswissenschaft aktuell konturiert ist und mit welchen theoretischen und methodischen Zugängen es bearbeitet wird. Darüber hinaus wird untersucht, wie die Jugendforschung in die verschiedenen subdisziplinären Zusammenhänge und nachbardisziplinären Bezüge eingebunden ist und vor welche jugend-, forschungs- und disziplinpolitischen Herausforderungen eine erziehungswissenschaftlich orientierte Jugendforschung aktuell gestellt ist.

Please reload

© 2020 by medienverbund.phsg. All rights reserved

  • twitter
  • facebook