Erziehungswissenschaft

November 2019

Individuelle Förderung im Unterricht

In diesem Herausgeberwerk werden empirische Befunde aus dem deutschsprachigen Raum zur individuellen Förderung im Unterricht präsentiert und bezüglich ihrer praktischen Relevanz diskutiert. Es werden über verschiedene Forschungswege Beispiele offeriert, wie durch individuelle Förderung qualitätsvoller und effektiver Unterricht erzielt werden kann. Individuelle Förderung wird aber auch diskutiert, wenn versucht wird, Lern- oder Entwicklungsvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler differenziert zu erschließen oder eine entsprechende Lernumgebung zu planen und zu gestalten sowie Lernaufgaben adäquat einzusetzen. Zudem finden sich Verweise auf Realisierung von individualisiertem Unterricht, wenn nach Verständnis, Selbstwirksamkeitsüberzeugungen sowie Motivationen gefragt wird. Mit diesem Herausgeberwerk kann aktuelles Expertenwissen zur individuellen Förderung im Unterricht an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis gewonnen werden.

Interkulturalität und Waldorfpädagogik

In Deutschland leben inzwischen über 19 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Besonders die Schulen stehen vor der Herausforderung, die entstandene soziale, sprachliche, kulturelle und religiöse Heterogenität pädagogisch zu gestalten - bisher ohne durchschlagenden Erfolg. In diesem Zusammenhang ist auch die Waldorfpädagogik gefordert, und der vorliegende Band zeigt die bestehenden Ansätze und Potenziale auf. So sind bereits Initiativen entstanden, welche die personale Orientierung der Waldorfpädagogik, die auf individuelle Förderung zielt, mit dem universellen Ansatz der Salutogenese und dem Anstreben kultureller Vielfalt verbinden. Diese Aspekte bilden auch den Hintergrund für die Internationalität der Waldorfschul- und Kindergartenbewegung, die inzwischen auf allen Kontinenten präsent ist.

Moderne Philosophiedidaktik

 Dieser Band bietet eine gute Orientierung über die breite Vielfalt der modernen philosophiedidaktischen Debatte. Er versammelt nahezu alle Ansätze, die seit der berühmten Martens-Rehfus-Debatte in den Siebzigerjahren das Feld der Didaktik der Philosophie bereichert haben: der konstitutive Ansatz von E. Martens, der bildungstheoretisch-identitätstheoretische von W. D. Rehfus, der transformative von J. Rohbeck, der dialektische von R. Henke, der sokratische von G. Raupach-Strey, der kulturtechnische von E. Martens, der literarische von J. Rohbeck, der narrative von M. Muck, der kompetenzorientierte von A. Rösch, der kulturphilosophische von V. Steenblock, der kanonische von V. Albus, der problemorientierte von M. Tiedemann, der wissenschaftsorientierte von B. Bussmann sowie der experimentelle von M. Bohlmann. Ein Handbuch, das jede(r) benötigt, die/der methodisch reflektiert Philosophie unterrichten möchte. Die Herausgeber, Martina und Jörg Peters, führen in die unterschiedlichen Ansätze ein und zeigen deren Bedeutung für das unterrichtliche Geschehen auf. Das Buch schließt mit einem Literaturverzeichnis, in dem eine Übersicht über die aktuelle didaktische Landschaft gegeben wird.

Lehrkräftefortbildung in Deutschland

Was das Lernen der Lehrerinnen und Lehrer betrifft, steht in Deutschland traditionell fast ausschließlich die Lehrerausbildung im öffentlichen Interesse. Die vorliegende Studie liefert erstmals eine fundierte Bestandsaufnahme der staatlichen Lehrerfortbildung: die genaue Darstellung der ministeriellen Auftragslagen in den 16 Bundesländern, die Analyse aktueller Studien zu den derzeitigen Fortbildungsschwerpunkten, die Fragen nach dem Monitoring und den Merkmalen wirkungsvoller Fortbildungen sowie zum sperrigen Thema der staatlichen Ressourcen. Die Ergebnisse sind ernüchternd, können aber Grundlage einer faktenbasierten Diskussion sein mit der Intention, das Unterstützungssystem für Lehrkräfte und Schulen zu stärken und weiter zu entwickeln.

Bildung durch Beteiligung

Der Blick auf frühe Kindheit rüttelt an vertrauten Denkgewohnheiten, stellt die Wirksamkeit pädagogischer Absichten in Frage, zwingt zu einer Antwort, wie ein Lernen ohne Bewusstheit funktioniert, verlangt Vorstellungen von der Autonomie eines Kindes, das erst einen Tag alt ist. Sie stellt vor Augen, dass zwischenmenschliche Beziehungen die Grundlage von Bildungsprozessen sind und macht das Eingeständnis unausweichlich, dass die Beteiligung an einer gegebenen alltäglichen, Um- und Mitwelt den Anfang des Lernens bildet. Das Buch sucht Antworten im Rahmen einer partizipativen pädagogischen Alltagspraxis und vor dem Hintergrund einer Theorie der Erfahrung.

Rethinking Teacher Education for the 21st Century

This book focuses on current trends, potential challenges and further developments of teacher education and professional development from a theoretical, empirical and practical point of view. It intends to provide valuable and fresh insights from research studies and examples of best practices from Europe and all over the world. The authors deal with the strengths and limitations of different models, strategies, approaches and policies related to teacher education and professional development in and for changing times (digitization, multiculturalism, pressure to perform). 

Digitalisierung des Bildungssystems

Als Essenz der digitalen Transformation von Bildung werden die Kernkompetenzen von PädagogInnen wichtiger denn je. Je mehr Arbeit von Maschinen erledigt wird, desto zentraler werden Aufgaben, die etwas spezifisch Menschliches einfordern wie Beziehungsarbeit leisten, andere Positionen verstehen und gemeinsam nachhaltige Ideen für eine menschengerechte Gesellschaft entwickeln Die Tagung "Diggi17 - Enter Next Level Learning" hat wesentliche Leitlinien für einen positiven Verlaufder Digitalisierung der Bildung beschrieben. Das Buch vereint das Wissen, die Erfahrungen und Einschätzungen internationaler AutorInnen aus verschiedenen Bereichen der digitalen Bildung. Es thematisiert mit der digitalen Transformation verbundene Entwicklungen und zeigt, wie der Lehrberuf gestärkt aus ihnen hervorgehen kann.

Perspektiven auf Vielfalt in der frühen Kindheit

Unterschiedliche Perspektiven auf Vielfalt in der frühen Kindheit zu beleuchten und Möglichkeiten auszuloten, wie mit Kindern gemeinsam dazu geforscht werden kann, sind Anstoß und Ziel dieser Publikation.

Arbeiterkinder und ihre Aufstiegsangst

Bildung und Ausbildung sind in modernen Gesellschaften zu entscheidenden Größen für die Platzierung der Individuen und die beruflichen Chancen im Lebensverlauf geworden. Im Mittelpunkt der Publikation stehen Bildungsaufsteiger, d. h. junge Menschen aus einfachen Sozialschichten, welche eine akademische Laufbahn einschlagen. Beleuchtet werden zum einen die gesellschaftlichen Hintergründe und empirischen Erkenntnisse zu den Lebenskontexten von Bildungsaufsteigern verschiedener Herkunftsgruppen sowie die Hintergründe der Aufstiegsängste, welche Bildungsaufsteiger oft begleiten. Darüber hinaus werden gesellschaftliche Konsequenzen diskutiert, welche sich aus diesen Erkenntnissen für die Bildungs- und Sozialpolitik ableiten lassen.

Diversitätsbezogene Einstellungen von Lehramtsstudierenden

Mit zunehmender Vielfalt im Klassenzimmer gewinnt die pädagogische Professionalisierung von angehenden Lehrkräften im Bereich Diversität und Intersektionalität an Bedeutung. Bettina Bello nimmt die bildungspolitische Debatte zur normativen Forderung nach mehr Lehrkräften mit Migrationshintergrund an Schulen zum Ausgangspunkt ihrer Untersuchung. Interkulturelle Kompetenzen von Lehrenden mit und ohne migrationsbezogene Erfahrungen könnten bei der Bewältigung von pädagogisch-didaktischen Aufgaben bei Herausforderungen an Schulen eine besondere Rolle spielen. Die Autorin befragt Lehramtsstudierende zu ihrer Migrationsgeschichte und untersucht, inwiefern die Studierenden über die universitäre Ausbildung in die Lage versetzt werden, sich entsprechende diversitätsbezogene Kompetenzen anzueignen.

Chancen-gleich. Kulturelle Vielfalt als Ressource in frühkindlichen Bildungsprozessen

Mehr Teilhabe und Chancengerechtigkeit von Kindern aus Familien mit Zuwanderungsgeschichte ist eine der gesellschaftlichen Zukunftsaufgaben. Eine entscheidende Rolle wird dabei pädagogischen Fachkräften zugewiesen. Hier setzt das Qualifizierungsprogramm "Chancen-gleich" an. Aus- und Weiterbildungsziele sind dabei auf der theoretischen Ebene: reflexives Wissen zum Umgang mit Diversität und Pluralität, Ausbildung von Kultursensibilität und Bewusstsein für Chancengerechtigkeit. Das Programm zeigt dann handlungsorientierte Möglichkeiten zur "kultursensiblen" Gestaltung von Bildungs- und Entwicklungsprozessen in Kindertageseinrichtungen.

Lernbegleitung im schulischen Unterricht und in Praxisphasen der Lehrpersonenausbildung

Lehrpersonen haben im Kontext schulischen Lernens die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler in deren Lernprozessen zu begleiten und zu unterstützen. In der Lehrpersonenausbildung nehmen erfahrenere Lehrpersonen als Mentorinnen oder Mentoren in Praxisphasen die Aufgabe wahr, angehende Lehrerinnen und Lehrer in deren professioneller Entwicklung zu begleiten. Der vorliegende Band leistet für die beiden Handlungsfelder eine theoretische Grundlegung unter lern-, bildungs- und beratungstheoretischer Perspektive, analysiert die didaktische Gestaltungsebene und erörtert empirische Zugänge zur Beforschung von Lernbegleitung in den beiden Aufgabenbereichen.

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